... ist unsere GOTISCHE GLOCKE (14./15. Jh., 70 kg, d=45 cm, Ton: h´´, Kronenhenkel mit Zopfmuster).
Die Inschrift zwischen zwei Zierleisten in gotischen Majuskeln lautet: +IOHANNES . LVCAS . MARCVS . MATHEVS (das S bei MATHEVS ist aus Platzgründen darunter angebracht)

Die Glocke stammt wohl aus der Kirche St. Anna im Felde und kam nach deren Auflassung (1810) in die Pfarrkirche im Ort, wo sie als „Versehglocke“ verwendet wurde, also beim Versehgang geläutet wurde.
Nach den Glockenablieferungen für Kriegszwecke 1917 und 1942 bildete sie zusammen mit einer weiteren gotischen Glocke von 1917 bis 1923 bzw. von 1942 bis 1952 das „Geläute“ der Pfarrkirche.
1957 übersiedelte sie wieder in die Kirche St. Anna im Felde.
Da die Septimglocke klangmäßig nicht zu den neuen Oktavglocken passte, wurde sie 1979 dem Diözesanmuseum St. Pölten übergeben, wo sie im Depot landete.
Nun kehrte sie wieder in ihre Heimatkirche zurück.
... ein Stück Pöggstaller Geschichte!


